LATSCHENBRENNEREI

 

Die wahrscheinlich höchste Naturapotheke der Welt steht auf der Planneralm.

Hoch lebe die Naturapotheke!

Knorrige, krumme LATSCHEN überziehen die Hänge der PLANNERALM. Sie prägen das Landschaftsbild, verteilen ihren warmen, würzigen DUFT und spenden heilsames ÖL.

In der Latschenbrennerei werden sie hier schon seit mehr als 50 Jahren zu alpinen „Wellness-Produkten“ verarbeitet. Die ganze Geschichte dazu kannst du hier lesen.

Alles hat zwei Seiten. Und manchmal sogar mehr.

Aus der Planner-Latsche werden nicht weniger als 14 VERSCHIEDENE NATURPRODUKTE gewonnen. Zuallererst natürlich Öl. Zu 100%. Und daraus dann – in niedrigeren Dosen – Seifen, Salben, Zuckerl („Latschen-Lutschis“). Eines haben sie alle gemeinsam: für bessere GESUNDHEIT UND WOHLBEFINDEN reichen schon ganz wenig.

Ja, die nach außen hin so harte Latsche vermag es, ganz sanft unsere ATEMWEGE zu befreien und unsere MUSKELN zu lockern. Ganz wie auch die PLANNERALM selbst.

Eine Wanderung durch die Latschenfelder und alle anderen Kräuterchen, die die PLANNERALM als ihre Heimat auserkoren haben, erfreut Körper, Geist und Seele. Kennst Du schon …

Friedas Wegerl

Frieda Pötsch ist eine Kräuterkundlerin aus Donnersbach. Nach ihr wurde ein ganzer KRÄUTERLEHRPFAD auf der Planneralm benannt.

GEHZEIT: Ca. 45 Minuten.

AUSRÜSTUNG: Festes Schuhwerk, Jacke, evt. Regenschutz und was zum Trinken.

FÜHRUNG: Andrea Stieg vom Alpengasthof Grimmingblick bietet geführte Wanderungen entlang des Kräuterlehrpfades an. Sie erklärt nicht nur die einzelnen Kräuter, sondern sammelt und verkostet sie gemeinsam mit ihren Gästen. So kann die Tour schon einmal 3 – 3 ½ Stunden dauern.

KLEINER TIP VORAB: Teilnehmer können ein leeres Glas mit Schraubverschluss mitnehmen und nebenbei Johanniskrautblüten (Heilkraut des Jahres 2019) sammeln, die am Ende der Wanderung mit hochwertigem Olivenöl angesetzt werden. Für viele ist es das erste selbsthergestellte Heilöl – und eine wunderbare Erinnerung an die Stunden auf dem Friedawegerl.

VORANMELDUNG BITTE UNTER: T 03683 / 81 05

Die Kräuterwanderung

LOS GEHT‘S BEIM ALPENGASTHOF GRIMMINGBLICK und schon nach ein paar Schritten kommst Du zu einem kleinen Feld, reich an Bergminze – der frischesten Begrüßung also – die Du dir für einen Wanderauftakt wünschen kannst. Nach 200 Metern, vorbei an etwa 15 Kräutertaferln, erreichst Du die LATSCHENBRENNEREI. Schau hinein, ein Besuch lohnt sich.

Zurück auf Friedas Weg geht es zum GROSSEN AMEISENHAUFEN. Der Dampf der Ameisensäure, so sagt man, reinigt die Stirnhöhlen – also bleib unbedingt stehen und nimm ein paar tiefe Atemzüge. Im Wald erwartet Dich dann absolute Stille. Unter dem dicht bewachsenen SCHWARZBEER-TEPPICH wächst isländisches MOOS und dem wird ja wiederum eine hohe Wirkung gegen hartnäckigen Hustenschleim nachgesagt.

Arnika und Erika

An den beiden kleinen Bächen kannst Du Ende Juni bereits die großen gelben ARNIKABLÜTEN sehen und – noch etwas versteckt – die ersten JOHANNISKRAUT-PLATZERL. Spazierst Du ein paar Minuten weiter, erreichst Du das NEUE PLANNERKREUZ, den höchsten Punkt des Frieda-Wegerls, der eine HERRLICHE AUSSICHT auf die Planneralm und den Grimming für Dich parat hält. Unterhalb des Kreuzes ist ein großer Tümpel mit Steinen ausgelegt.

Wenn Du ein kneippbewusster Wanderer bist, dann drehe unbedingt eine Barfuß-Runde im eiskalten Wasser. Weiter geht es über die kleine Rotbühelpiste, die im Sommer üppig mit WILDEM ERIKA bewachsen ist. Schließlich gelangst Du an eine Kreuzung, wo Du die Möglichkeit hast, in nur 20 Minuten zum idyllischen PLANNERSEE aufzusteigen. Bleibst Du auf dem Frieda-Wegerl, geht es vorbei an HIMBEERSTRÄUCHERN und QUENDELPOLSTERN zum dicht von Frauenmantel eingesäumten SEEKAR-BANKERL. Am Frauenmantelblatt sammeln sich kostbare Tropfen, die, unter den Augen aufgetragen, der Faltenbildung entgegenwirken sollen …

Sechs Kräutertafeln warten nochmals gegen Ende der Wanderung und kurz vor dem ALPENGASTHOF GRIMMINGBLICK mit der MEISTERWURZ erneut ein besonderes Heilkraut: Vor hunderten von Jahren galt es bereits als wertvolles Grippemittel – und die Herren wussten um seine Wirkung als „Viagra des Mittelalters“.

Wenn Du aber durchatmest, den Duft und den Blick aufsaugst, wirst Du spüren, dass schon s‘ Frieda-Wegerl an sich eine wunderbar belebende Wirkung hat.