Waldmeister Leopold und die Wetterkapriole

Sigis Klammgeschichten

Eine Wetterkapriole hat uns heimgesucht!

„Waldmeister“ Leopold informiert darüber.

Gerade haben wir das CHAOS mit dem letzten, frühen SCHNEEFALL im November des 19er-Jahres hinter uns. Es fiel in kurzer Zeit eine Unmenge an Neuschnee, dem anhaltender STARKREGEN folgte. Dem Gewicht, das der durchnässte Schnee erreichte, konnten auch ausgewachsene Bäume zum Teil nicht mehr standhalten. Mit lautem KRACHEN fielen sie mitsamt den Wurzeln nach unten, teilweise bis in den Bach.

Wir Eichkatzerln können noch von Glück reden, dass nicht viele Bäume davon betroffen waren, auf denen wir unsere Behausungen gebaut hatten. Eigentlich war es nur eine knorrige Fichte, auf der allerdings die erst vor drei Wochen fertiggestellte Aussichtswarte eingerichtet war. IHR WISST SCHON, WEGEN UNSERER „FRESSFREUNDE“.

Nun ergibt sich bei solch außergewöhnlichen Wettereinwirkungen, die Bäume umstürzen lassen, auch schon mal ein VORTEIL FÜR UNS. Nicht nur das Gewicht von zu viel Schnee auf einmal, sondern auch ein Sturm hat die Kraft, alte Waldriesen zu entwurzeln.

Wenn wir beobachten, dass nah am Ufer ein großer Baum immer stärker hin- und herschwankt, der über das andere Ufer hinausreicht, ist unsere Hoffnung, dass er quer über den Bach fällt und oberhalb des Wassers liegen bleibt. Das ist für uns dann EINE WILLKOMMENE BRÜCKE, trockenen Fußes auf die andere Seite zu gelangen. Das Springen von Stein zu Stein ist eine WAGHALSIGE ANGELEGENHEIT gerade unsere kleineren Kinder haben oft noch nicht genug Kraft für einen längeren Satz und rutschen ab ins Nasse.

Leider ist es halt die Regel, dass eines der nächsten Hochwässer unseren OACHERLSTEG mit sich nimmt. ZUM GLÜCK blieb die große Brücke, die vor langer Zeit von den Holzknechten gebaut wurde, ein Dach hat und jetzt von Besuchern genutzt wird, immer erhalten. Oft ist es halt mit einem großen Umweg verbunden, wenn wir diesen ÜBERGANG benützen. Und wenn wir das tun, wird das nicht so gemacht wie bei Euch, dass man unter dem Dach geht. Oh nein, wir tänzeln elegant auf dem Dachfirst entlang.

Unterschied muss sein!

Dass man öfter mal auf DIE ANDERE BACHSEITE will, hat verschiedene Gründe. Da findet man Abwechslung bei der Essenssuche, Verwandtschaftstreffen, Austausch von Neuigkeiten, Altenbesuche und so fort.

Und ja, natürlich streckt auch die LIEBE ihre Fühler aus. Dabei denken wir selbstverständlich nur an unsere Verpflichtung, durch Fortpflanzung die Art zu erhalten und zu vermehren. Nicht ein Gedanke an das Vergnügen kommt vor … bei Euch Menschen ist es doch genauso, oder …

Das war wieder ein kurzer Bericht über das LEBEN hier.

 

Es grüßt Euch herzlich
Leopold

DIE GESCHICHTE IM PODCAST ANHÖREN …