Jochen Becker steht seit KINDHEITSTAGEN auf Skiern — und schnallt sie seitdem nur ab, wenn es wirklich sein muss. Auf der RIESNERALM machte er schon als Zwergerl seine ersten „Abseitserfahrungen“ auf Waldwegen und lernte dabei ganz spielerisch den SCHNEE zu spüren.

 

Heute ist Jochen als staatlich geprüfter Berg- und Skiführer in allen großen Skigebieten der Alpen unterwegs. Auf die Riesner kehrt er dennoch immer wieder zurück – an den Ort, wo seine große Liebe ihren Anfang nahm. Wenn einer über DIE BESTEN FREERIDE-HÄNGE auf der RIESNERALM im Bilde ist, dann Jochen – er weiß aber auch, was es im Gelände zu beachten gilt. Hier seine TIPPS für alle, die es ins Abseits zieht.

 
 

 

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WIE RICHTIG GEPLANT

Das Freeriden ist ein unglaubliches Erlebnis, aber eben auch nicht so sorglos wie das Pistenfahren. Eine Tour ins ABSEITS muss GEPLANT sein: Was sagt der Lawinenlagebericht? Wie wird das Wetter? Mit wem bin ich unterwegs? Informationen sammeln, genau abwägen – und im Zweifelsfall niemals das Risiko wählen. „Das wird schon gehen“ ist kein Satz, der im Gelände fallen darf.

 

 

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WIE GEHEIMTIPP

Einer der SCHÖNSTEN SCHWÜNGE ins Abseits der Riesneralm ist der „LÄRCHENWALD“ Richtung Mörsbach (oder wie wir sagen: Miaschbåch). Hier findet man oft gute Schneebedingungen und VIELE VERSCHIEDENE, UNTERSCHIEDLICH STEILE LINES. Ausgangspunkt ist der obere Teil der Panoramaabfahrt. Am Ende des Lärchenwaldes gelangt man über eine Forststraße zurück zum „Panorama-6er“. Generell ist für jede Abfahrt fachkundiges Wissen über die Lawinensituation und entsprechende Ausrüstung notwendig.

 

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WIE GUTE GESELLSCHAFT

Niemals sollte man allein im freien Gelände unterwegs sein. Es braucht mindestens zwei Personen, um eine reelle Chance zu haben, einen Lawinenabgang zu überleben – DAS IST DAS „BUDDY-PRINZIP“. Und natürlich müssen sich beide mit dem Equipment und dem Verhalten im Gelände (Entlastungsabstände) auskennen. Doch auch das Freeriden mit mehreren Leuten muss gut durchdacht werden. So kennt man den „WEISSEN RAUSCH“, in den man sich in der Gruppe gerne mal steigern kann. Sind die Verhältnisse gut, schaukelt man sich gegenseitig hoch und blendet gerne einmal Gefahren aus. Es ist essentiell, besonnen zu bleiben und jede Situation und Kollegenmeinung IMMER AUFS NEUE ZU REFLEKTIEREN.

 

 

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WIE RICHTIG GERÜSTET

Wer von der Piste abfährt, der muss entsprechend ausgestattet sein. Unbedingt dabei haben sollte man immer das LAWINEN-VERSCHÜTTETEN-SUCHGERÄT (LVS), SCHAUFEL, LAWINENSONDE, DAS HANDY UND EIN ERSTE-HILFE-PAKET. Es empfiehlt sich auch ein Airbag-Rucksack, der in einer Notsituation absolut lebensrettend sein kann. Allerdings hilft die beste Ausrüstung nichts, wenn man den Umgang damit nicht beherrscht. Wie bediene ich das LVS-Gerät? Wie suche ich mit der Lawinensonde? In der Notfallsituation muss das unbedingt sitzen, man muss wissen, wie man zu reagieren hat. Deshalb sollte man unbedingt spezielle KURSE besuchen, die von staatlich geprüften Berg- und Skiführern, Skischulen und Alpinvereinen angeboten werden. Übrigens: Selbst Profis üben den Umgang mit der Ausrüstung regelmäßig, so dass in der Extremsituation JEDER HANDGRIFF SITZT.

 

 

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WIE GREENHORN

Die Riesneralm eignet sich speziell FÜR FREERIDE-FRISCHLINGE BESONDERS GUT, da sie für alle Könnerstufen das passende Gelände bietet. Auf den verschiedenen WALDWEGERLN tummeln sich schon die Kleinsten und lernen dort ganz spielerisch das Skifahren. Aber auch wer älter ist und sich langsam AN DAS TIEFSCHNEEFAHREN HERANTASTEN will, findet hier optimale Bedingungen. Es gibt eben nicht nur steile Hänge, sondern auch sanftes Gelände, in dem man das Gefühl für den Schnee wunderbar aufbauen kann, bevor man sich neuen Herausforderungen stellt.

 

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WIE GIB ACHT

Für uns sind die weiten Hänge der Berge Erholungs- und manchmal auch SPIELPLATZ. Für Pflanzen und Tiere ist das Gelände jedoch LEBENSRAUM. Das Einhalten von Sperrzonen und Vermeiden von Befahrungen im Jungwald und in der Nähe von Wildfütterungen ist eine der obersten GRUNDREGELN für alle Freerider.

 

Danke, Jochen.

FREE & SAVE SEIN.
MACHT SINN.

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